Vor meinem Fenster schneit es in Massen, die Zufahrt zu meinem Hausberg ist nur mit Schneeketten möglich. Zeit also, um die vor wenigen Tagen entdeckte Plattform Everplaces einer kleinen Review zu unterziehen. Vorweg – meine anfängliche Begeisterung ist bislang nicht abgebrochen.
Save and share places you love
So einfach und simpel lautet der Claim von Everplaces und trifft dabei den Nagel auf den Kopf. Jeder der gerne reist und neue Entdeckungen in puncto Hotels, Cafés, Restaurants, Shops und Co macht weiß, wie schwer es ist all diese Orte so zu archivieren, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder gefunden werden. Meine bisherigen Versuche basierten auf handgeschriebenen Notizbüchern, Visitenkarten und Google Maps. Notizbücher sind jedoch mühsam zu kategorisieren und aktuell zu halten, Visitenkarten gehen meist irgendwo verloren und selbst Google Maps lässt einige zusätzliche Features missen. Perfekter Zeitpunkt also, eine Plattform wie Everplaces zu launchen.
Das momentan noch in der Betaphase befindliche Everplaces basiert derzeit auf Invite-only; doch ist dieser erst mal angefragt, dauert es in der Regel nicht lange bis dieser in der Inbox gelandet ist. Der Account ist schnell erstellt, ebenso die Verknüpfung zu Facebook und Twitter. Wirklich gelungen an Everplaces ist die Import-Funktion von Google Maps. Im Handumdrehen sind somit bisherige Listen im eigenen Account. Da ich jedoch von Null beginnen und Everplaces gründlicher mit Inhalten versorgen wollte, entschied ich mich gegen den Google Maps Import.
Neue Orte sind bei Everplaces ebenso einfach wie schnell erstellt. Ein Klick auf “Add Place” und schon können die wichtigsten Infos wie Name und Adresse ausgefüllt, eine Kategorie gewählt, Tags vergeben, zusätzliche Notizen eingetragen und ein Foto hinzugefügt werden. Bereits bestehende Orte können dabei jederzeit überarbeitet werden.
My Collection
Angelegte Orte lassen sich auf drei unterschiedliche Arten filtern: Kategorie – Tags – Cities. Kategorien wiederum werden bereits beim Anlegen eines Ortes vergeben und reichen von Food, Drink, Sleep, Nature, Shop über Art, Make Out, Music, Personal, Random bis hin zu Sight, Sport, Work und Uncategorizes. Tags sind frei nach Belieben zu vergeben und so lässt sich ganz nach persönlichen Wünschen ein Archiv aufbauen. Mein Everplaces Account verfügt so beispielsweise über den Tag “wheretogo” und umfasst all jene Orte, die mir im Netz, in Newsletter oder durch Empfehlungen unterkommen und auf meiner Liste der “Da will ich mal hin”-Orte stehen. Der Filter nach “Cities” ist nicht minder praktisch, eben gerade dann, wenn man sich auf Reisen befindet und alle Orte für die jeweilige Stadt am Display haben möchte. Die Detailansicht eines angelegten Ortes kann sich sowohl in der iPhone als auch der Webversion sehen lassen.
Aktuell halten sich die zusätzlichen Features von Everplaces noch in Grenzen. Das jedoch kann man dem jungen Start-up nicht verübeln. Die wichtigste Funktion – das speichern von Orten – ist derart gelungen, dass sie mir persönlich als solche an sich auch schon genügen würde. Doch ganz verzichtet man auch bei Everplaces nicht auf den Community-Gedanken und so lassen sich Orte ganz leicht mittels Facebook und Twitter-Integration mit seinem Netzwerk teilen. Zudem ist es durch den “Everplaces Bookmarklet” möglich, einen auf einer beliebigen Website gefunden Ort zu Everplaces hinzuzufügen. Und die Bemühen und der Community-Support von Everplaces zeigen, dass es in Zukunft bestimmt noch viele weitere Features geben wird.
Fazit
Bleibt zum Abschluss nur zu sagen: Everplaces ist top! Reiselustige wie ich werden ihre Freude daran haben. Und ich habe nun endlich die passende Archiv-Funktion für alle die tollen Orte auf dieser Welt gefunden, nach der ich schon immer gesucht habe.
